Yucatán & Rivera Maya Rundreise: 7, 10 oder 14 Tage – Die perfekte Route

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Vorweg: Warum ich für diese Rundreise ganz klar ein Mietauto empfehle

Noch bevor wir in die Route eintauchen, ein Gedanke, der mir wirklich wichtig ist: Ich würde für eine Yucatán–Riviera-Maya-Rundreise immer ein Mietauto direkt am Flughafen buchen. Die gesamte Region lässt sich unglaublich angenehm selbst befahren. Es herrscht Rechtsverkehr, die Straßen sind gut ausgebaut und – im Vergleich zu vielen Teilen Asiens – überhaupt nicht chaotisch. Wir haben uns beim Fahren durchgehend sicher gefühlt. Man hört immer wieder von Straßenkontrollen oder Checkpoints. Wir persönlich haben keinen einzigen erlebt. Das heißt natürlich nicht, dass es sie nicht gibt – aber jede Interaktion mit Polizisten, die wir hatten, war freundlich, entspannt und unkompliziert.

Kurz gesagt:
Mit einem Mietauto bist du flexibel, unabhängig und kannst diese Route genau so erleben, wie sie gedacht ist – ohne Stress und ohne Zeitdruck.

Ankunft in Cancún & warum du die Stadt direkt skippen solltest

Die meisten von euch landen in Cancún – und egal, ob ihr 7, 10 oder 14 Tage Zeit habt: Skip Cancún.

Nicht, weil es schlecht ist – sondern weil es für diese Art von Reise einfach nicht das Richtige ist. Stattdessen fahrt ihr direkt nach Puerto Morelos. Vom Flughafen sind es gerade einmal 20–25 Minuten mit dem Auto. Puerto Morelos ist der perfekte Ort, um dort anzukommen. Ruhig, entspannt, mit kostenlosem Strandzugang und einem ganz anderen Vibe als Cancún oder Playa del Carmen.

Wir haben unsere erste Nacht in einem kleinen Airbnb namens Casita Porteña verbracht – geführt von Sara, einer der herzlichsten Hosts unserer gesamten Reise. Genau so ein Ort, an dem man sofort runterkommt.


7 Tage - die perfekte Route

Tag 1 – Jetlag-Sonnenaufgang & erster Roadtrip-Tag

Viele von euch werden spät abends ankommen. Und ja – der Jetlag ist real.
Aber: Jetlag hat manchmal auch etwas Gutes. Am nächsten Morgen standen wir extrem früh auf und haben am Playa Pública von Puerto Morelos einen Sonnenaufgang erlebt, den ich so schnell nicht vergessen werde. Kaum Menschen, nur das Meer, das erste Licht und ein Kaffee aus dem Oxxo (;

Warum Oxxo?
Ich weiß es selbst nicht genau – aber dieser einfache Filterkaffee am frühen Morgen wurde zu einem kleinen Ritual auf unserer Reise. Oxxo hat früh offen, ist überall – und irgendwie fühlt es sich einfach richtig an.

Nach ein, zwei Stunden am Strand beginnt dann auch endlich das eigentliche Abenteuer! 
  • Unser erster Stopp ist Playa del Carmen.
    Ja – ich weiß. Ich hätte selbst nicht gedacht, dass ich das jemals empfehlen würde. Aber Playa del Carmen hat uns überrascht. Es ist extrem touristisch, keine Frage. Und trotzdem wirkt die Zona Turística fast so, als hätte man stylische Cafés, Bars und Restaurants mitten in den Dschungel gebaut. Irgendwie künstlich – und trotzdem richtig cool. Hier frühstücken wir erstmal gemütlich, schlendern ein wenig durch die Stadt und machen uns dann auf den Weg zur Fähre.

  • Gegen Mittag geht es mit der Fähre nach Cozumel. Die Überfahrt dauert etwa 35 Minuten und kostet rund 18 €.
    Euer Auto parkt ihr währenddessen im Tendenza Parking Lot (ca. 200 MXN pro Tag). Die Fähre selbst war eines der ersten kleinen Highlights: Live-Mariachi-Musik, dieses unglaublich blaue Wasser, salzige Luft und Karibiksonne. Ein perfekter Start.

  • Am Nachmittag checkt ihr im Hotel ein, erkundet die Stadt und lasst den Abend entspannt ausklingen.
    Hier bleibt ihr erstmal zwei Nächte – und das lohnt sich sehr.

Tag 2 – Cozumel auf eigene Faust entdecken

Cozumel ist viel mehr als ein Kreuzfahrtstopp – wenn man sich auf der Insel bewegt.

Am Morgen holt ihr euch am Besten direkt einen Buggy bei HTL Rentals Scooter Buggy and Jeeps Rentals. Wir waren wirklich extrem zufrieden – unkompliziert, fair und perfekt, um die Insel selbstständig zu erkunden.

  • Der erste Stopp führt euch zum Skyreef Beach Club. Das Schnorcheln war nicht das beste unserer Reise, aber das Wasser ist kristallklar und der Spot ideal für einen entspannten Start und ein tolles Frühstück.

  • Danach geht es weiter zum Punta Sur Eco Park – einer der Orte, die man auf Cozumel nicht auslassen sollte. Der Eintritt liegt bei etwa 22 €, und ich würde hier mindestens 2–3, besser noch 3-4 Stunden einplanen. Es gibt ein kleines Museum zur Seefahrt, einen Leuchtturm, den man besteigen kann, und einfache Wanderwege entlang der Küste zu abgelegenen Abschnitten. Besonders empfehlenswert ist eine Bootstour durch die Colombia Lagoon, bei der man Krokodile und Vogelarten in ihrem natürlichen Lebensraum sieht. Außerdm: kleiner, aber wichtiger Hinweis - lasst kein Essen im offenen Buggy liegen – Waschbären und Coatis sind schnell, neugierig und sehr motiviert 😄

  • Am Nachmittag trinkt ihr einen Margarita-Cocktail in der Freedom in Paradise Reggae Beach Bar & Grill – ein Ort mit wilder Energie, rauer Küste und einer Atmosphäre, die man nicht fotografieren muss, um sie zu genießen.

  • Danach geht es weiter zum Playa Punta Morena. Fast nur Locals, Kinder, die auf der Straße Fußball spielen, Kokosnüsse zum Trinken – und direkt gegenüber große Süßwasserkrokodile. Ein Ort, der sich roh, echt und besonders anfühlt.

Alternativ kann man an diesem Tag auch eine klassische Schnorcheltour buchen – wir fanden die selbst organisierte Variante aber viel schöner.

Tag 3 – Zurück aufs Festland & weiter nach Valladolid

Am Morgen nehmt ihr die Fähre zurück nach Playa del Carmen, holt euer Auto ab und macht euch auf den Weg Richtung Valladolid. Wenn ihr möchtet, kannst ihr unterwegs noch einen kurzen Stopp in Tulum einlegen – etwa bei der Taquería La Eufemia für Tacos zum Mittagessen und einen kleinen Strandspaziergang. Von dort sind es noch etwa 1 Stunde 45 Minuten bis Valladolid.

Wir verbrachten unsere Zeit dort im Hotel Casa Bamboo - was wir euch sehr ans Herz legen würden. Den Nachmittag verbringt ihr dann an einem meiner absoluten Lieblingsorte der Region: der Cenote Zací. Ruhig, lokal, mitten in der Stadt – ein perfekter Kontrast zu den oft überfüllten Cenoten rund um Tulum (und auch viel günstiger).

Abends lohnt sich ein Spaziergang durch die Altstadt. Um 22:00 Uhr findet am Hauptplatz ein kostenloses Videomapping zur Geschichte Yucatáns statt – zuerst auf Spanisch, danach auf Englisch. Ein echtes Highlight!

Tag 4 – Chichén Itzá, gutes Essen & Ankommen in Mérida

Heute heißt es früh aufstehen – aber es lohnt sich.

Chichén Itzá erreicht man von Valladolid aus in etwa 40 Minuten. Wenn ihr zur Öffnung um 8:00 Uhr dort seid, erlebt ihr die Anlage noch relativ ruhig. Alles Wichtige dazu findest du in meinem separaten Chichén-Itzá-Guide.

Nach etwa 4–5 Stunden macht ihr euch am Besten auf den Weg nach Piste – und esst im La Esperanza Parrilla!
Hier gibt es genau ein Gericht: kohle-gegrilltes Hühnchen mit Reis, Salat und Ananas. Du setzt dich hin, und fünf Minuten später steht alles vor dir. Kein Englisch, keine Speisekarte – nur ehrliches Essen. Für etwa 100 MXN pro Person.

Danach geht es weiter nach Mérida, wo ihr zwei Nächte verbringt. Mérida fühlt sich sehr lokal an, lebendig und authentisch – eine Stadt, die man unbedingt erleben sollte.

Tag 5 – Uxmal & ein anderer Blick auf die Maya-Welt

Am Morgen geht es von Mérida nach Uxmal (ca. 1 Stunde 10 Minuten - und jede Minute an Fahrtzeit wert).

Und ja: Auch wenn du schon in Chichén Itzá warst – Uxmal lohnt sich zu 100 %.
Weniger Menschen, eine ganz andere Atmosphäre, ursprünglicher und ruhiger. Direkt gegenüber liegt das Choco-Story-Museum, das wir overall sehr empfehlen würden (Achtung: hier lebt leider ein sehr trauriger Jaguar in einem eher kleinen Käfig - wer das nicht unterstützen möchte, sollte sich überlegen hier kein Geld zu lassen). Am Nachmittag könnt ihr noch einen kurzen Trip ans Meer, zum Playa Las Dunas Chuburná, unternehmen, bevor ihr den Abend wieder in Mérida verbringt.

Tag 6 – Zurück nach Tulum & Karibikmodus

Nach intensiven Tagen die hinter euch liegen geht es nun zurück Richtung Tulum.
Jetzt stehen Strand, Sonne und Meer im Vordergrund. Den Tag verbringt ihr am Besten im Cinco Beach Club – schönes Ambiente, gutes Essen und faire Preise (dafür, dass ihr am Tulum Beach unterwegs seid).

Ein absolutes Highlight ist das Schnorcheln mit Schildkröten und Stachelrochen, das direkt vom Strand aus angeboten wird. Ein fairer Preis liegt bei etwa 20–25 € pro Person. Wichtig: Bitte achtet auf ethisches Verhalten. Keine Tiere anfassen, nicht füttern. Warum das so wichtig ist, habe ich hier ausführlich besprochen: Ethisches Reisen. Wo hört „Erlebnis“ auf und wo beginnt Ausbeutung?

Tag 7 – Abschied nehmen

Der letzte Tag gehört ganz dem Nichtstun.
Noch einmal Sonne auf der Haut, Meeresluft, vielleicht eine kleine Radtour – und dann zurück zum Flughafen.

Sieben Tage, die unglaublich viel abdecken, ohne sich gehetzt anzufühlen.
Eine Route, die Highlights verbindet, aber trotzdem Raum lässt.


10 Tage - die perfekte Route

Wenn ihr statt 7, ganze 10 Tage Zeit habt, gibt es eine Erweiterung, die ich euch wirklich von Herzen empfehlen würde: Bacalar ✨ Die gute Nachricht: Ihr müsst dafür nichts an der Route zerreißen, sondern verschiebt und ergänzt sie ganz organisch. Die ersten beiden Tage bleiben gleich: Ankunft in Cancún, eine ruhige erste Nacht in Puerto Morelos, Playa del Carmen und zwei Nächte auf Cozumel – genau wie in der 7-Tage-Route beschrieben. Der erste echte Unterschied beginnt nach der Rückfahrt von Cozumel.

Tag 0 - Ankunft in Cancún & sanftes Ankommen in Puerto Morelos

Tag 1 – Playa del Carmen & Fähre nach Cozumel

Tag 2 – Cozumel: wild, lokal und überraschend ruhig

Tag 3 – Von Cozumel nach Bacalar: ein langer, aber lohnender Tag

Nach der Morgenfähre von Cozumel zurück nach Playa del Carmen holt ihr euer Mietauto ab – und startet in Richtung Bacalar. Die reine Fahrzeit beträgt etwa 3 Stunden 30 Minuten. Ich würde diesen Tag ganz bewusst entspannt angehen und einen Zwischenstopp in Tulum einbauen.

Nach etwa 1 Stunde erreicht ihr Tulum – perfekt für eine Mittagspause. Mein klarer Tipp: Taquería La Eufemia. Kein Eintritt, kein Mindestkonsum, großartiges Essen, direkter Strandzugang. Ein kurzer Spaziergang am Meer – und danach weiter Richtung Süden. Von Tulum nach Bacalar sind es dann noch ziemlich genau 2 Stunden 30 Minuten.

Nach der Ankunft solltet ihr nichts Großes mehr planen. Ich würde für die nächsten Nächte eine entspannte Unterkunft mit direktem Seezugang empfehlen, wie zum Beispiel das Hotel Isabella Bacalar Lake Front. Der perfekte Ort zum Ankommen ist das Cenote Cocalitos Beach Resort direkt an der Lagune. Obwohl der Name „Cenote“ anderes vermuten lässt, befindet ihr euch hier an der Laguna de los Siete Colores, einem Süßwassersee mit unglaublich vielen Blau- und Grüntönen - woher auch der wunderschöne Name kommt. Der Eintritt ist überraschend günstig, das Essen besonders gut, die Atmosphäre ruhig. Ihr verbringt am Besten den Rest des Tages auf Stegen, im Wasser und mit Blick über die Lagune – genau das Richtige nach der langen Fahrt.

Tag 4 – Bacalar langsam erleben

Bacalar ist kein Ort für Hektik.
Am Morgen lohnt sich Sunrise Kayaking. Das Wasser ist spiegelglatt, die Farben verändern sich mit jeder Minute, und die Stille ist fast greifbar. Einer dieser Momente, die man nicht planen kann – aber nie vergisst.

Am Nachmittag bietet sich eine Segeltour auf der Lagune an. Ohne Motor, nur Wind und Wasser. Bacalar zeigt sich hier von seiner ruhigsten Seite.

Der Abend bleibt bewusst offen: essen gehen, am Wasser sitzen, nichts weiter vorhaben und die Natur genießen.

Tag 5 – Los Rápidos & warmes Süßwasser

Wenn es einen Ort gibt, den ihr in Bacalar nicht auslassen solltet, dann ist es Los Rápidos. Das Süßwasser ist warm wie eine Badewanne, eine leichte Strömung trägt euch durch die Lagune – ein Erlebnis, das es so kaum ein zweites Mal gibt.

Ein guter Startpunkt ist Laguna Bonanza, wo Kayaks und SUP-Boards günstiger zu mieten sind als an den bekannteren Spots. Von hier aus erreicht ihr Los Rápidos entspannt übers Wasser. Wichtig ist hier vor allem Respekt: Schilder beachten, Abstand zu Mangroven und Stromatolithen halten. Diese Landschaft ist einzigartig – und extrem sensibel!

Der Rest des Tages gehört wieder dem Treibenlassen. ☀️

Tag 6 – Von Bacalar nach Valladolid

Heute geht es weiter nach Valladolid. Die Fahrt dauert etwa 3 Stunden 30 Minuten.

Ab hier geht es ganz vertraut weiter: Nach Bacalar reiht sich die Route wieder nahtlos in die 7-Tage-Basis ein – mit Valladolid, Chichén Itzá, Mérida, Uxmal und dem entspannten Abschluss in Tulum.

Tag 7 – Chichén Itzá, Piste & weiter nach Mérida

Tag 8 – Uxmal & die ruhigere Seite der Maya-Kultur

Tag 9 – Zurück nach Tulum: Strand & Meer

Tag 10 – Abschied nehmen


14 Tage - die perfekte Route

Diese 14-tägige Rundreise ist für alle, die nicht nur Highlights sammeln, sondern Orte wirken lassen möchten.
Sie beginnt etwas anders als die kürzeren Routen, und auch die Reihenfolge der Stopps verändert sich – aus gutem Grund. Wenn ihr abends in Cancún landet, würde ich trotzdem empfehlen, die kurze 25-minütige Autofahrt nach Puerto Morelos auf euch zu nehmen und dort die erste Nacht zu verbringen. Ruhiger, entspannter, perfekter zum Ankommen.
Am nächsten Morgen geht es dann aber nicht in den Süden, sondern diesmal in den Norden.

Tag 1 – Von Puerto Morelos nach Holbox: Ankommen im Paradies

Nach einem entspannten Jetlag-Sonnenaufgang startet ihr früh und macht euch auf den Weg nach Chiquilá. Der Ort selbst ist unspektakulär – aber er ist das Tor zu eurem ersten großen Ziel. Von hier bringt euch die Holbox Express Ferry (stündlich zwischen 06:30 und 20:30 Uhr, ca. 17 € pro Person) auf die Isla Holbox.

Holbox fühlt sich an wie eine andere Welt: autofrei, mit Sandwegen statt Asphalt, bunten Häusern, Streetart und diesen typischen karibischen Stränden, an denen Hängematten im Wasser hängen. Die Insel ist Teil eines Naturschutzgebiets und bekannt für ihre Ruhe, Vogelbeobachtungen (Flamingos!) und – saisonal – für das Schwimmen mit Walhaien. Falls das für euch infrage kommt: bitte nur ethisch. Woran ihr seriöse Anbieter erkennt und was ihr besser meidet, habe ich hier ausführlich beschrieben.

Verbringt den Tag am Strand, im Wasser oder einfach auf einer Liege – Holbox macht es leicht, nichts zu tun. Zwei Nächte in einem der kleinen, stilvollen Hotels (wie zum Beispiel diesem hier) rundet den Tag perfekt ab.

Tag 2 – Holbox ganz langsam

Holbox ist kein Ort für Action – und genau das ist seine Stärke. Trotzdem wird euch nicht langweilig.

Ein wunderschöner Ausflug ist eine Kajaktour zum Punta Mosquitos, dem nördlichsten Punkt der Insel. Der Strand dort scheint endlos, weiß und unberührt. Mit etwas Glück seht ihr Flamingos – vor allem in den Sommermonaten Juni und Juli.

Wenn euch Tierschutz am Herzen liegt, könnt ihr auch dem Refugio Holbox einen Besuch abstatten. Das Tierheim kümmert sich um verletzte und misshandelte Tiere. Wer möchte, kann ein paar Stunden helfen und mit den Hunden spazieren gehen – ein stilles, sehr berührendes Erlebnis.

Am Abend solltet ihr euch aber eine Sache nicht entgehen lassen: eine geführte Biolumineszenz-Kajaktour. Wenn das Wasser bei jeder Bewegung zu leuchten beginnt, versteht man, warum Holbox für viele ein absoluter Sehnsuchtsort ist.

Tag 3 – Zurück aufs Festland & weiter nach Valladolid

Am Morgen geht es mit der Fähre zurück nach Chiquilá. Ab jetzt taucht ihr Schritt für Schritt in die Welt der Maya-Kultur ein.

Die Fahrt nach Valladolid dauert rund 2 Stunden. Wir verbrachten unsere Zeit dort im Hotel Casa Bamboo - was wir euch sehr ans Herz legen würden. Hier bleibt ihr zwei Nächte – absolut verdient. Am Nachmittag wartet einer meiner Lieblingsorte der gesamten Region: die Cenote Zací. Mitten in der Stadt, ruhig, lokal, überraschend günstig – und ein wunderbarer Kontrast zu den überlaufenen Cenoten rund um Tulum. Abends lohnt sich ein Spaziergang durch die Altstadt. Um 22:00 Uhr findet am Hauptplatz ein kostenloses Videomapping zur Geschichte Yucatáns statt, erst auf Spanisch, dann auf Englisch. Sehr authentisch, sehr schön.

Tag 4 – Chichén Itzá & ehrliches Essen in Piste

Heute heißt es früh aufstehen. Von Valladolid erreicht ihr Chichén Itzá in etwa 40 Minuten. Wenn ihr zur Öffnung um 8:00 Uhr dort seid, erlebt ihr die Anlage noch vergleichsweise ruhig. Alle Details dazu findest du in meinem separaten Chichén-Itzá-Guide. Nach 4–5 Stunden geht es weiter nach Piste – zum Essen in der legendären La Esperanza Parrilla. Es gibt genau ein Gericht: kohlegegrilltes Hühnchen mit Reis, Salat und Ananas. Keine Speisekarte, kein Englisch, kein Schnickschnack. Und eines der besten Essen der Reise – für rund 100 MXN.

Tag 5 – Valladolid langsam & weiter nach Mérida

Heute müsst ihr nichts „abarbeiten“. Lasst Valladolid wirken, genießt das Essen, schlendert durch die Straßen. Wenn ihr möchtet, besucht ihr noch eine oder zwei der unzähligen Cenoten rund um die Stadt.

Am Nachmittag geht es weiter nach Mérida, wo ihr zwei Nächte bleibt. Mérida ist lebendig, sehr lokal und fühlt sich an wie das echte Herz Yucatáns.

Tag 6 – Uxmal & ein Abstecher ans Meer

Am Morgen fahrt ihr von Mérida nach Uxmal (ca. 1 Stunde 10 Minuten). Auch wenn ihr bereits Chichén Itzá gesehen habt: Uxmal lohnt sich absolut. Weniger Menschen, ruhigere Atmosphäre, sehr ursprünglich. Direkt gegenüber liegt das Choco-Story-Museum, das viele mögen. Ein ehrlicher Hinweis: Dort lebt ein Jaguar in einem kleinen Gehege. Wer das nicht unterstützen möchte, sollte sich bewusst entscheiden, hier kein Ticket zu kaufen.

Am Nachmittag könnt ihr noch ans Meer fahren, zum Playa Las Dunas Chuburná, bevor ihr den Abend wieder in Mérida verbringt.

Tag 7 – Lange Fahrt nach Bacalar & Ankommen am Wasser

Heute steht die längste Autofahrt an: rund 4 Stunden 20 Minuten bis Bacalar.

Nach der Ankunft solltet ihr nichts mehr planen. Ideal ist eine Unterkunft mit direktem Seezugang, z. B. das Hotel Isabella Bacalar Lake Front. Der perfekte Ort zum ersten Ankommen ist das Cenote Cocalitos Beach Resort an der Laguna de los Siete Colores. Süßwasser, unglaubliche Farben, günstiger Eintritt, gutes Essen – genau das Richtige nach der Fahrt.

Tag 8 – Bacalar langsam erleben

Bacalar ist kein Ort für Hektik.
Am Morgen lohnt sich Sunrise Kayaking. Das Wasser ist spiegelglatt, die Farben verändern sich mit jeder Minute, und die Stille ist fast greifbar. Einer dieser Momente, die man nicht planen kann – aber nie vergisst.

Am Nachmittag bietet sich eine Segeltour auf der Lagune an. Ohne Motor, nur Wind und Wasser. Bacalar zeigt sich hier von seiner ruhigsten Seite.

Der Abend bleibt bewusst offen: essen gehen, am Wasser sitzen, nichts weiter vorhaben und die Natur genießen.

Tag 9 – Los Rápidos & warmes Süßwasser

Wenn es einen Ort gibt, den ihr in Bacalar nicht auslassen solltet, dann ist es Los Rápidos. Das Süßwasser ist warm wie eine Badewanne, eine leichte Strömung trägt euch durch die Lagune – ein Erlebnis, das es so kaum ein zweites Mal gibt.

Ein guter Startpunkt ist Laguna Bonanza, wo Kayaks und SUP-Boards günstiger zu mieten sind als an den bekannteren Spots. Von hier aus erreicht ihr Los Rápidos entspannt übers Wasser. Wichtig ist hier vor allem Respekt: Schilder beachten, Abstand zu Mangroven und Stromatolithen halten. Diese Landschaft ist einzigartig – und extrem sensibel!

Der Rest des Tages gehört wieder dem Treibenlassen. ☀️

Tag 10 – Zurück nach Tulum: Strandmodus

Nach den intensiven Tagen geht es zurück Richtung Tulum. Jetzt stehen Strand, Sonne und Meer im Vordergrund. Den Tag verbringt ihr am Besten im Cinco Beach Club – schönes Ambiente, gutes Essen und faire Preise (dafür, dass ihr am Tulum Beach unterwegs seid).

Tag 11 – Tulum & Schnorcheln

Ein absolutes Highlight ist das Schnorcheln mit Schildkröten und Stachelrochen im Parque Nacional Tulum.
Ein fairer Preis liegt bei etwa 20–25 € pro Person. Bitte achtet unbedingt auf ethisches Verhalten: nicht anfassen, nicht füttern. Warum das so wichtig ist, habe ich hier ausführlich beschrieben.

Tag 12 – Playa del Carmen & zurück nach Cozumel

Heute lohnt es sich wieder mal, früh zu starten. In etwa einer Stunde erreicht ihr Playa del Carmen.
Ja – überraschend. Aber Playa del Carmen hat seinen eigenen Reiz: stylische Cafés, viel Grün, ein urban-tropisches Gefühl.

Nach dem Frühstück geht es mit der Fähre erneut nach Cozumel. Die Überfahrt dauert rund 35 Minuten, das Auto bleibt wieder im Tendenza Parking Lot (ca. 200 MXN pro Tag). Am Nachmittag checkt ihr im Hotel ein und lasst den Abend ruhig ausklingen.

Tag 13 – Cozumel auf eigene Faust

Cozumel ist viel mehr als ein Kreuzfahrtstopp – wenn man sich bewegt.
Alle Details zur Inselerkundung findest du bereits in der 7-Tage-Route (Tag 2) beschrieben. Heute ist Zeit, genau das in Ruhe zu genießen.

Tag 14 – Abschied nehmen

Der letzte Tag gehört ganz dem Nichtstun.
Noch einmal Sonne auf der Haut, Meeresluft, vielleicht eine kleine Radtour – und dann zurück zum Flughafen. ☀️


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Chichén Itzá Travel Guide: Alles, was du vor deinem Besuch wissen musst

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Valladolid – Must-Do’s und meine Top-Tipps für deine nächste Reise